Erfahrungsbericht aus dem Studium:

Im April 2002 begann ich mit dem Studium der Medizinischen Informatik (MI) an der Hochschule Heilbronn/Universität Heidelberg, welches ich im Dezember 2006 mit dem Diplom abschloss, wobei ich die Diplomarbeit ohne größere administrative Hürden an der Partneruniversität in Amsterdam anfertigte.

Die Gründe zur Wahl dieses Studiums waren die außergewöhnliche Stellung als Kooperationsstudiengangs zwischen Universität und Fachhochschule sowie die lange Tradition und Etablierung als Studiengang dieses Faches in Heilbronn/Heidelberg. Schnell sollten sich auch die versprochenen Vorteile des Studiums in kleinen Gruppen (z.B. mit Tutorenprogramm), vielen Praktika bzw. abwechslungsreichen Lerninhalten zwischen Theorie und Praxis bewahrheiten. So wurden im Grundstudium viele und fundierte Grundlagen des mathematischen und informatorischen Wissens gelegt, deren Errungenschaft man sich erst mit der Ernte eines globaleren Verständnisses der weit gefächerten Themenkreise der MI im Hauptdiplom bewusst wurde. Im Hauptdiplom erkannte man die nachhaltige Konzeption des Studiengangs, die natürlich über die Jahre zuvor gereift war. So wurde im Vordiplom einerseits erheblichen Wert auf Fundamentales wie Medizin, Biochemie, medizinische Physik, Technische und Theoretische Informatik gelegt, aber dennoch neuere Kapitel der Forschung und Industrie nicht vernachlässigt, wie innovative Methoden der MI und aktuelle Entwicklungen im Bereich der Krankenhausinformationssysteme. Das Hauptdiplom bestand aus Kernfächern
der Informatik bzw. MI, wodurch die vorhandenen Kenntnisse weiter vertieft wurden, bzw. die erlernten Fähigkeiten in der Medizin angewendet wurden. Neben einer großen Auswahl an Zusatzangeboten (von kryptographischen Verfahren über
Software- und Projektmanagement bis hin zu graphischer Datenverarbeitung in der Medizin) hatte man auch die Qual der Wahl zwischen sechs verschiedenen, äußerst interessanten und forschungs- bzw. praxisnahen Studienschwerpunkten. Die Vorlesungen höherer Semester bauen systematisch auf Inhalten vorangegangener Vorlesungen auf.


Neben meiner fachlich-studentischen Laufbahn übernahm ich mit viel Freude und Enthusiasmus auch das eine oder andere Amt in studentischen Gremien (Fachschaft) bzw. Gremien der Selbstverwaltung der Fakultät (Fakultätsrat) oder der Hochschule (Senat) selbst. Erfreulicherweise stieß dies auf hohe Akzeptanz bei Studenten, Assistenten und Dozenten. Einzigartig erscheint mir auch das zusätzliche Angebot des Studiengangs neben den Vorlesungen. Partnerschaften und Austausch mit amerikanischen und europäischen Universitäten der MI werden intensiv gepflegt und jährliche Treffen abgehalten. Exkursionen zu MI-verwandten Stätten und Kongressen werden organisiert, sowie gemeinsame Studenten-Dozenten Veranstaltungen, Absolventen-Tagungen, aber auch übergreifende Veranstaltungen angeboten.


Als Fazit bleibt mir zu sagen, dass ich durch die fachliche Qualifikation des Studiums, kombiniert mit den Entwicklungsmöglichkeiten in studentisch-politischen Ämtern wie auch mit der Erlangung von hoher Sozialkompetenz mittels Projekt- und Führungsaufgaben auf das Berufsleben außerhalb der Hochschulwelt außerordentlich gut vorbereitet war und davon
jetzt sehr profitiere.